Eurokrise: Griechenland bekommt Staatshilfe 4. Mai 2010
Posted by Schreckgespenster in Fiskal Politik, Neuigkeiten.Schlagwörter: News, Währung
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Letzte Woche bangte ganz Europa über den Zusammenhalt der Währungsunion und um den Fortbestand des Euros, da wurde am Wochenende eine außerordentliche Sitzung von der IWF mit der griechischen Regierung vor der EU einberufen, an der auch die EZB teilgenommen hat. Es wurde beschlossen, dass die Griechen Staatshilfen von 110 Milliarden Euro erhalten.
Der Sparkurs von Griechenland
Griechenland sind nun auf das Wohlwollen von der EU angewiesen und und müssen in den nächsten Jahren erhebliche Einschnitte hinnehmen und auf vieles verzichten. Vor allen Dingen sind die Mitbürger und Staatsdiener betroffen. Unter anderem erhöht man zum zweiten Mal in diesem Jahr die Mehrwertsteuer. Die Tabak- und Benzinsteuer wird ebenfalls um zehn Prozentpunkte angehoben. Die Beamten müssen auf ihr 14. Monatsgehalt und ihr Weihnachtsgehalt verzichten. Das können viele deutsche Kollegen nachvollziehen, denn im öffentlichen Dienst wird dieses System schon seit einiger Zeit vollzogen. Des Weiteren geht es dem privaten Kündigungsschutz an den Kragen, da er gelockert werden soll. Die Liste der Veränderungen ist lang.
Der Lissabonner Vertrag und die Ausnahme mit Griechenland
Wie ich schon in meinem letzten Artikel über die “Eurokrise: zerfällt die Währungsunion” erläutert habe, ist das Verhalten der EU, der EZB und der deutschen Regierung nach Lissabonner Vertrag verboten. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte jedoch in einer großen deutschen Tageszeitung die deutsche Beteiligung an der Staatshilfe für Griechenland.
Griechenland gerettet – der Euro auch?
Frau Bundeskanzlerin begründete die deutschen Staatshilfe in Höhe von 20 Milliarden Euro mit der Möglichkeit des Zerfalls der Währungsunion und der Schwächung des Euros. Der Euro sei stark genug, um auch einen Staatsbankrott von Griechenland zu ertragen. Die Nachhaltigkeit einer steigenden Inflation und einer Abwertung gegenüber dem US-Dollar hat sie nicht erwähnt.
Griechenland entgeht dem Staatsbankrott
Obwohl Griechenland dem Staatsbankrott zu entgehen scheint, sollte sich jeder bewusst machen, was eigentlich passiert ist. Standard & Poors hat Griechenland als nicht Kreditwürdig herabgestuft. Nun bekommt das Land die Kredite, die sie von Banken nicht mehr erhält. Dafür springen die anderen Länder ein, die zwar ihre Gelder zum größten Teil von Banken erhalten, welche sie mit ihren Steuereinnahmen absichern. Jeder sollte sich die Frage stellen, warum die Staatshilfe auf Kredit herausgegeben werden, die mit Steuereinahmen gesichert sind. An den Zinsen zahlen wir noch Jahre. Was ist also besser? Staatsbankrott und eine folgende Rezession und Inflation oder der Ausschluss von Griechenland aus der Währungsunion. Wie schon bei der Deutschen Einheit, wo man uns noch verkaufte dass das deutsche Volk der Sieger sei, sind nun wir die Retter des Euros. Wie heroisch. Polemik oder nicht? Findet es heraus!

[...] Dies hat vermutlich zur Folge, dass durch die EZB eine Erhöhung der Leitzinsen erfolgt. Die Griechenland Pleite und Krise 2010 könnte sich damit ziemlich negativ auf die Verbraucher in Deutschland auswirken, die [...]
Ein paar Tage sind ins Land gegangen und kaum einer spricht mehr über Griechenland. Das Land ist pleite und wir dürfen mal 30 Milliarden überweisen, die wir auch als Kredit aufnehmen dürfen, denn das haben wir ja auch nicht. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Deutschland von den Märkten als Junk eingestuft wird.